Private Krankenversicherung Kosten

Wer sich für eine private Krankenversicherung entscheidet, wünscht sich neben guten Leistungen günstige Beiträge. Die privaten Versicherer legen ihre Beiträge nach anderen Regeln fest als die gesetzlichen Krankenkassen.

Der Versicherte kann auf die Höhe seines Beitrags Einfluss nehmen. Diese Möglichkeit hat er in der GKV nicht. Doch was müssen Versicherte rund um die Kosten in der PKV wissen?

Hier einige Beispiele für die monatlichen Kosten für eine Private Krankenversicherung

Private Krankenversicherung Kosten: hier direkt online berechnen:

Private Krankenversicherung Rechner

So viel kostet die private Krankenversicherung monatlich

Berufsstand
Grundschutz
Komfortschutz
Premiumschutz
Beamte
170 €
190 €
220 €
Selbstständige
230 €
260 €
310 €
Arbeitnehmer
160 €
190 €
290 €
Studenten
105 €
115 €
165 €

Berechnung für Versicherte im Alter von 25 Jahren  ohne gravierende Vorerkrankungen. Günstigere Beiträge für jüngere und höhere Kosten für ältere Versicherungsnehmer. PKV Kosten für jeweils drei Tarifvarianten mit Leistungen im Grundschutz, Komfortschutz und Premiumschutz.

Beiträge variieren je nach Anbieter und Tarif. Mit dem Online Rechner können Sie die Kosten für Ihre individuelle PKV berechnen.

Persönliche PKV Kosten berechnen

So werden die Kosten in der PKV berechnet

Diese Faktoren haben Einfluß auf die Höhe der Kosten in der privaten Krankenversicherung:

  • Anbieter und Umfang der Leistungen bzw. Erstattungssätze des Tarifs
  • Höhe des monatlichen Beitrags im gewählten Tarif
  • Höhe der Selbstbeteiligung / Selbstbehalt
  • Alter und Gesundheitszustand
  • Berufsstand des Versicherten ( Zuschuss oder Beihilfe )

Tarife und Beiträge der PKV im Kosten-Vergleich

Ein Blick auf die Testergebnisse eines beliebigen PKV Vergleichs ( Private Krankenversicherung Test ) von unabhängigen Testern zeigt eine enorme Bandbreite der Versicherungsbeiträge. Selbst bei identischen Leistungen unterscheiden sich die Beiträge für den Versicherungsschutz von Versicherer zu Versicherer enorm.

Kosten nach Leistungen im Tarif

Einen noch größeren Einfluss auf die Höhe des Beitrags haben die Leistungen des Tarifs. Als Anhaltspunkt gilt, dass bessere Leistungen zu höheren monatlichen Kosten führen. Je höher und umfassender die Erstattungen für ambulante, stationäre und dentale ( zahnmedizinische ) Behandlungen sind, desto teurer ist der Tarif.

Um die Angebote besser vergleichbar zu machen, teilen viele Rating-Agenturen sie bei einem Test in drei Kategorien ein: den Grundschutz, den Standardschutz und den Topschutz.

  • PKV Tarife im Grundschutz bieten Leistungen auf dem Niveau der gesetzlichen Kassen und sind die günstigsten Versicherungen innerhalb der Privaten
  • Tarife im Standardschutz bieten mittlere Leistungen über denen der Gesetzlichen und kosten etwas mehr
  • Die besten Leistungen gibt es im Topschutz mit dem höchsten monatlichen Beitrag innerhalb der privaten Krankenversicherung

Niedrige Kosten bei Selbstbeteiligung in der PKV

Es gibt Tarife mit und ohne Selbstbehalt. Unter der Selbstbeteiligung versteht man den Anteil der Kosten für Behandlungen, die der Versicherte selbst zahlen muss, bevor der Versicherer leistet.

Für Beamte und beamtenanwärter ist eine Selbstbeteiligung in der PKV nicht sinnvoll. Der Dienstherr beteiligt sich hierbei nicht an den Kosten. Die Beihilfe wird nur auf tatsächlich entstandene Krankheitskosten gewährt.

Die Selbstbeteiligung kann in einer absoluten Summe pro Jahr oder als prozentualer Anteil von einzelnen Ausgaben vereinbart sein. Üblich sind Selbstbeteiligungen in Höhe von 300 Euro pro Jahr, von 600 Euro, von 900 Euro, von 1.200 Euro oder von 1.500 Euro.

Die maximale Höhe der Selbstbeteiligung in einem PKV Tarif ist gesetzlich auf 2000 Euro im Jahr beschränkt

PKV Beitragsrückerstattung hilft Kosten sparen

Eine weitere Möglichkeit, Kosten in der privaten Krankenversicherung zu sparen bieten Tarife mit Beitragsrückerstattung. In diesen Tarifen werden bis zu sechs Monatsbeiträge rückerstattet, wenn in einem Kalenderjahr keine Leistungen in Anspruch genommen wurden.

Angestellte Arbeitnehmer und Beamte dürfen die rückerstatteten Beiträge rotz Erhalts von Arbeitgeberzuschuss oder Beihilfe behalten.

Man unterscheidet zwischen der erfolgsabhängigen und der garantierten Beitragsrückerstattung in der PKV. Die erfolgsabhängige Rückzahlung von Beiträgen ist an die wirtschaftliche Entwicklung des Unternehmens gekoppelt.

Bei einem angenommenen monatlichen Beitrag in Höhe von 300 Euro entspricht eine Rückerstattung von sechs Monatsbeiträgen einer Kostenersparnis von 1.800 Euro

Wirtschaftet das Versicherungsunternehmen mit den Beitragseinnahmen erfolgreich, beteiligt es seine Mitglieder an den Überschüssen. Eine garantierte Beitragsrückerstattung wird unabhängig von der finanziellen Ertragskraft erstattet, wenn keine Leistungen in Anspruch genommen wurden.

Private Krankenversicherung Kosten Beamte

Beamte und Beamtenanwärter zahlen geringe Beiträge, weil sie von ihrem Dienstherren eine Beihilfe erhalten. Sie deckt einen großen Teil der Krankheits- und Behandlungskosten ab. Deshalb benötigen sie lediglich eine zusätzliche Restkostenversicherung zur Absicherung durch den Dienstherren.

Die Kosten für einen solchen Beihilfetarif sind folglich geringer als eine Krankenvollversicherung für einen Angestellten oder Selbstständigen. Auch Ehepartner und Kinder von Beamten kommen in den Genuss der günstigen Krankenversicherung.

Mehr Informationen rund um die Private Krankenversicherung für Beamte mit Testergebnissen und Versicherungsvergleich

So viel kostet Restkostenversicherung Beihilfeergänzungstarif

Abhängig vom Bundesland erhalten Beamte und Beamtenanwärter die Beihilfe in Höhe von 50 bis 80 Prozent für ihre Krankheitskosten. Die jeweilige Differenz wird mit speziellen Beamtentarifen privat versichert. Eine Restkostenversicherung muss also lediglich 50 bis 20 Prozent der Kosten decken.

Familienangehörige wie Ehegatte und Kind erhalten bis zu 80 Prozent Beihilfe. Entsprechend günstig ist die Private Krankenversicherung für Beamte auch mit Familie.

Selbstständige Private Krankenversicherung Kosten

Freiberufler und Selbstständige müssen alle Kosten ihrer privaten Krankenversicherung selbst tragen. Sie erhalten weder einen Zuschuss wie Arbeitnehmer, noch eine Beihilfe wie bei Beamten. Schließen Selbstständige die Private Krankenversicherung in jungen Jahren bei guter gesundheitlicher Verfassung ab, profitieren sie von günstigen Beiträgen und umfassenden Leistungen.

Mehr Informationen rund um die Private Krankenversicherung für Selbstständige mit Testergebnissen Versicherungsvergleich und Kostenrechner

PKV Kosten für Familie mit Kind

Müssen Freiberufler und Selbstständige auch ihre Familie versichern, steht ihnen die kostenlose Mitversicherung von Ehepartner und Kind in der Familienversicherung wie in der GKV nicht zur Verfügung. Bezieht der Ehepartner ein eigenes versicherungspflichtiges Einkommen über dem des selbstständigen Partners, können die Kinder bei diesem kostenlos in der gesetzlichen Familienversicherung abgesichert werden.

Wann müssen die Kinder bei wem und in welcher Krankenversicherung versichert werden? Wie und wo werden Familienmitglieder mit und ohne eigenes Einkommen versichert? Mehr Informationen rund um die Private Krankenversicherung für Familie Kind mit Testberichten Vergleich und Kostenrechner

Studentische Krankenversicherung Kosten

Studenten zahlen in der gesetzlichen Krankenkasse einen Beitrag in Höhe von 66,33 Euro im Monat (inklusive Zusatzbeitrag von durchschnittlich 0,9% 72,17 Euro monatlich). Die Kosten der Krankenversicherung für Studenten setzen sich aus dem Beitragssatz von 10,22 Prozent auf den BAföG Bedarfssatz von 649 Euro plus dem kassenabhängigen Zusatzbeitrag zusammen.

Studenten bis zu einem Alter von maximal 25 Jahren können kostenlos in der Familienversicherung der Eltern versichert bleiben

PSKV – Kosten der PKV bei Studenten

Die sogenannte Private Studentische Krankenversicherung (PSKV) ist die Alternative für die GKV und kostet durchschnittlich je nach Alter zwischen 79 und 150 Euro im Monat. Dieses Modell läuft aus und ist nur noch für Bestandskunden aktiv. Anbieter der privaten Krankenversicherung sind unter anderem die Central, DKV, Debeka oder die Allianz Krankenversicherung.

Private Krankenversicherung Kosten im Alter

Für die Entwicklung der Kosten für die Private Krankenversicherung im Alter gibt es zwei Möglichkeiten. Zum einen die Betrachtung des Beitrags bei Neuabschluss in hohem Alter. Zum anderen die Beitragsentwicklung bei Abschluss in jungen Jahren.

PKV Kosten

So viel kostet eine Private Krankenversicherung

Mit der Zeit steigen die Beiträge für die PKV, weil auch die Kosten für die medizinische Versorgung der Versicherten steigen. Grund sind neben der Geldentwertung ( Inflation ) und dem medizinischen Fortschritt mit zunehmenden Möglichkeiten in der Diagnostik und Behandlung auch die demographische Entwicklung.

Verbesserte Behandlungsmöglichkeiten und eine stetig steigende Lebenserwartung treiben die Kosten sowohl der privaten als auch der gesetzlichen Krankenversicherer in die Höhe. So können Rentner steigenden Kosten in der privaten Krankenversicherung begegnen.

Steigende Kosten durch Beitragserhöhung

Mit Beitragsanpassungen fangen die Versicherungen die Kostensteigerungen ab. Im durchschnitt betragen die Beitragserhöhungen in der PKV 3,5 Prozent pro Jahr. Eine willkürliche Erhöhung der Beiträge ist dabei untersagt. Ein Treuhänder prüft und entscheidet über die Zulässigkeit der Anpassungen.

Kommt es dennoch zu übermäßigen Beitragserhöhungen, räumt der Gesetzgeber dem Versicherten ein Sonderkündigungsrecht ein. Mit einer Frist von 4 Wochen ab Zustellung der Erhöhung kann eine Kündigung schriftlich eingereicht werden. Ein Tarifwechsel innerhalb des Anbieters oder in eine andere PKV kann vollzogen werden.

Altersrückstellungen für stabile PKV Beiträge im Alter

Die Altersrückstellungen sind ein Mittel der PKV, steigende Kosten in der Zukunft aufzufangen. Zunächst ein Kostenpunkt, helfen die Rückstellungen die Beiträge im Alter zu stabilisieren. Für die Bildung der Rücklagen sind die privaten Versicherer gesetzlich verpflichtet. Auch bei einem Wechsel innerhalb der PKV bleiben diese Ansparungen erhalten und fördern die Beitragsstabilität.

Kosten im PKV Basistarif 2019

Übersteigen die Kosten für die Private Krankenversicherung bei Versicherten über 55 Jahren die monatlich zur Verfügung stehenden Mittel, ist ein Wechsel in den PKV Basistarif möglich. Rentner und Versicherungsnehmer ab einem Alter von 55 Jahren haben einen gesetzlichen Anspruch auf diesen Tarif. Voraussetzung für den Wechsel in den Basistarif ist die fehlende Möglichkeit der Rückkehr in die GKV sowie keine günstigeren Tarifmöglichkeiten zur Beitragsoptimierung.

Im PKV Basistarif fallen Kosten bis maximal zum Höchstbeitrag der gesetzlichen Krankenkassen in Höhe von 703 Euro im Monat an ( Stand 2019 ). Die Leistungen in diesem Tarif sind geringfügig besser als bei den gesetzlichen Kassen.

Ein weiterer sogenannter Sozialtarif ist der PKV Standardtarif. Auch in diesem Tarif sind die Kosten auf den Höchstbeitrag in der gesetzlichen Krankenkasse beschränkt.