Beste Krankenversicherung Beamtenanwärter PKV Kosten Vergleich Rechner

  • Wie Beamte auf Lebenszeit erhalten auch Beamtenanwärter die Beihilfe, allerdings nur für die Private Krankenversicherung (Restkostenversicherung Beihilfeergänzungstarif)
  • In wenigen Ausnahmen wie Hamburg gibt es analog den Zuschuss zur gesetzlichen Krankenversicherung für Beamtenanwärter (50% Arbeitgeberanteil)
  • PKV oder GKV für Beamtenanwärter?: meist ist die Private Krankenversicherung als Restkostenversicherung die bessere Wahl. Hier die Vorteile und Nachteile
  • Welche ist die beste Krankenversicherung für Beamtenanwärter?: Wir zeigen Ihnen die Bewertungen und Empfehlungen aus dem PKV Test der Stiftung Warentest. Für einen Tarifvergleich können Sie unseren PKV Rechner kostenlos nutzen

Private oder gesetzliche Krankenversicherung für Beamtenanwärter?

Beamtenanwärter können sich zwischen der privaten oder der gesetzlichen Krankenversicherung (PKV oder GKV) frei entscheiden. Beide Versicherungsformen haben Vorteile und Nachteile, die man gegeneinander abwägen sollte, bevor man sich entscheidet. So bietet die gesetzliche Krankenkasse keine Restkostenversicherung oder Beihilfeergänzungstarife.

Da auch Beamtenanwärter beihilfeberechtigt sind, erhalten sie 50 bis 70 Prozent der Krankheitskosten vom Dienstherrn ausgezahlt. Deshalb benötigen Beamtenanwärter keine Krankenvollversicherung. Hier bietet die Private Krankenversicherung maßgeschneiderte Beamtentarife in der Restkostenversicherung (Beihilfeergänzungstarif).

Private Krankenversicherung für Beamtenanwärter Vorteile Nachteile

Vorteile Private Krankenversicherung für Beamtenanwärter:

  • Anspruch auf Beihilfe des Dienstherrn
  • Auch Familienangehörige wie Ehepartner und Kinder erhalten Beihilfe
  • Restkostenversicherung statt Krankenvollversicherung daher günstiger
  • Kontrahierungszwang: Auch Beamtenanwärter mit Vorerkrankungen werden ohne Gesundheitsprüfung und ohne Risikozuschlag aufgenommen
  • Beihilfe steigt im Alter (Pensionierung) auf 70%
  • deutlich bessere Leistungen als in der gesetzlichen Krankenkasse
  • Anspruch auf besonders günstige Anwärtertarife (kleine oder große Anwartschaft)
  • Mit Beihilfeergänzungstarif werden Zuzahlungen vermieden

Nachteile Private Krankenversicherung für Beamtenanwärter:

  • Keine Bildung von Altersrückstellungen bei Anwartschaftstarifen
  • Anwärtertarife häufig altersabhängig
  • keine Familienversicherung für Ehepartner ohne Einkommen und Kinder

Gesetzliche Krankenversicherung für Beamtenanwärter Vorteile Nachteile

Vorteile gesetzliche Krankenversicherung für Beamtenanwärter:

  • kein Zuschlag bei Risikofaktoren
  • Familienversicherung für Ehepartner und Kinder ohne Einkommen kostenfrei

Nachteile Private Krankenversicherung für Beamtenanwärter:

  • Kein Zuschuss des Dienstherrn zum gesetzlichen Krankenkassenbeitrag (außer in Hamburg, Bremen, Sachsen)
  • Beamtenanwärter zahlen GKV-Beitrag in voller Höhe. Keine Restkostenversicherung wie in PKV
  • Leistungen beschränkt auf Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen

Vergleich Beamtenanwärter Krankenversicherung Rechner

Wie für die meisten Beihilfeberechtigten lohnt sich auch für Beamtenanwärter die Private Krankenversicherung (mehr auf PKV oder GKV)  mehr als die gesetzliche Krankenkasse. Beamtenanwärter können hier einen Krankenversicherung Vergleich zwischen PKV und GKV machen.

Berechnen Sie den Krankenversicherungsbeitrag mit dem Krankenkassenrechner bzw. PKV Rechner oder fordern Sie einen kostenlosen PKV GKV Vergleich an:

Beamtenanwärter Krankenversicherung Vergleich

Beamtenanwärter sind Beamte in der Ausbildung. Diese Ausbildung kann im einfachen, im mittleren, im gehobenen und im höheren Dienst absolviert werden. In der Phase der Ausbildung bezeichnet man Beamtenanwärter auch als Beamte auf Widerruf.

Als Referendare bezeichnet man Beamte während der Ausbildung im juristischen Dienst oder im Lehramtsstudium. Bereits in dieser Phase besteht Krankenversicherungspflicht.

In der Regel wird ein Beamtenanwärter mit der bestandenen Abschlussprüfung oder mit dem Ende der Ausbildungs- oder Studienzeit in ein Arbeitsverhältnis auf Probe übernommen (Beamte auf Probe).

Während der Probezeit spricht man von Beamten auf Probe. Erst nach Ablauf der Probezeit wird man Beamter auf Lebenszeit. Die Probezeit variiert je nach Laufbahn zwischen sechs Monaten und fünf Jahren.

Zu unterscheiden sind:

  • Beamte des Bundes
  • Beamte der Länder
  • Beamte der Kommunen
  • Finanzbeamte
  • Richter

Beamtenanwärter Beihilfe Krankenversicherung

Beamtenanwärter habe gegenüber ihrem Dienstherrn einen Anspruch auf Beihilfe (Beihilfe Krankenversicherung). Beihilfe bedeutet, dass der Dienstherr einen Anteil der Krankheitskosten übernimmt. Dieser Anteil beträgt zwischen 50 und 70 Prozent.

Die Höhe der Beihilfesätze hängt ab vom Dienstherrn (je nach Bundesland) und vom Familienstand. Mit der Beihilfe ist also lediglich ein Teil der Krankheitskosten gedeckt. Für den verbleibenden Rest der Kosten muss der Beamtenanwärter selbst eine separate Krankenversicherung abschließen. Diese wird als Restkostenversicherung oder Beihilfeergänzungstarif bezeichnet.

Auch für den Ehepartner und für Kinder besteht ein Anspruch auf Beihilfe. Der Anspruch des Ehepartners beläuft sich auf 70 Prozent, Kinder erhalten 80 Prozent. Die Höhe der Beihilfe variiert je nach Dienstherr.

Restkostenversicherung für Beamtenanwärter

Die Begriffe „Restkostenversicherung“ und „Beihilfeergänzungstarif“ werden häufig synonym verwendet. Das ist allerdings nicht korrekt. Die Beihilfe deckt zwischen 50 und 70 Prozent der Krankheits- und Behandlungskosten ab. Die verbleibenden Kosten müsste der Beamtenanwärter aus eigener Tasche zahlen. Für diese Kosten ist eine Restkostenversicherung in der PKV abzuschließen.

Für einige Leistungen gibt es keinerlei Zuschuss aus der Beihilfe. Dazu gehören:

  • Brillen bei einer normalen Sehschwäche
  • die Chefarztbehandlung im Krankenhaus
  • die Unterbringung im Ein- oder Zweibettzimmer
  • Laborkosten bei Zahnbehandlungen
  • Labor- und Materialkosten bei Zahnersatz
  • Behandlungen beim Heilpraktiker

Diese Leistungen sind im Rahmen einer Restkostenversicherung nicht abgedeckt und können über eine Zusatzversicherung wie der Beihilfeergänzung versichert werden.

Beihilfeergänzungstarif für Beamtenanwärter

Ein Beihilfeergänzungstarif deckt die Kosten für zusätzliche Leistungen ab, für die es keinen Zuschuss des Dienstherrn gibt. Mit einem Beihilfeergänzungstarif sichert sich der Beamtenanwärter eine hochwertige Versorgung im Krankheitsfall. Der Beihilfeergänzungstarif greift somit bei Kosten, die von einer Restkostenversicherung nicht übernommen werden.

Wahlleistungen Beamtenanwärter

Wahlleistungen decken eine sehr hochwertige Versorgung im Fall eines Krankenhausaufenthalts ab. Dazu gehören

  • Chefarztbehandlung im Krankenhaus
  • Unterbringung im Ein- oder Zweibettzimmer

Wahlleistungen sind von einer Restkostenversicherung und von einem Beihilfeergänzungstarif nicht abgedeckt. Dafür ist vielmehr ein separater Tarif für Wahlleistungen (Wahlleistungstarif) abzuschließen.

Die Beihilfeergänzungstarife und die Wahlleistungstarife der Versicherer unterscheiden sich hinsichtlich der Kosten und der Leistungen. Deshalb sollte man einen Tarif wählen, der optimal zum gewünschten Niveau der Absicherung passt.

Beamtenanwärter Krankenversicherung Kosten

In der PKV hängen die Kosten ab von der Höhe, in der die Restkosten zu versichern sind oder in der Wahlleistungen durch einen Tarif abgedeckt sein sollen. Außerdem spielt das Alter des Versicherten zum Zeitpunkt des Eintritts in die PKV eine Rolle.

In der gesetzlichen GKV wird hingegen das Einkommen als Basis zur Berechnung des Beitrags angenommen. Berechnet wird der Beitrag als Prozentsatz des gesetzlich einheitlichen Beitragssatzes in Höhe von 14,6 Prozent. Je höher die Besoldung bei Beamtenanwärtern, desto höher der gesetzliche Krankenkassenbeitrag.

Hinzu kommt der kassenabhängige Zusatzbeitrag, den eine Krankenkasse verlangen darf.

Beamtenanwärter Krankenversicherung Rechner

Ein exemplarisches Beispiel zeigt, wie sich die Kosten in der PKV und in der GKV unterscheiden können. Gesetzliche Private Krankenversicherung Vergleich der Kosten:

  • Ein 23 Jahre alter Beamtenanwärter zahlt bei einer Besoldung in der Gruppe A10 im Bundesland Nordrhein-Westfalen einen GKV-Beitrag von 223,51 Euro monatlich. Dieser Beitrag ergibt sich aus einer monatlichen Besoldung von 1255,68 Euro und einem GKV-Beitragssatz von 15 Prozent sowie 2,8 Prozent für die Pflegeversicherung.
  • Ein Beihilfeergänzungstarif in der PKV schlägt mit Kosten von rund 56 Euro im Monat zu Buche, wobei eine Beihilfe von 50 Prozent angenommen wurde und die Unterbringung im Zweibettzimmer sowie die Chefarztbehandlung unterstellt wurde.

Unter diesen Voraussetzungen zahlt der Beamtenanwärter in der PKV also pro Monat 167 Euro weniger als in der GKV.

Stiftung Warentest Beamtenanwärter Krankenversicherung Test

Stiftung Warentest hat im Oktober 2019 einen PKV Test für die private Krankenversicherung durchgeführt. Als beste private Krankenversicherungen für Beamtenanwärter wurden diese Tarife empfohlen:

  • Mit dem Ergebnis „Sehr gut“ wurde die Concordia mit den Tarifen BV20, BV30 ausgezeichnet.
  • Ebenfalls ein „Sehr gut“ bekam die LVM für die Tarifkombination AB 20E, AB 30, SB 2/20E, SB 2/30, ZB 20E, ZB 30.
  • Positiv fiel auch die Alte Oldenburger mit ihren Tarifen A 30, AA20, K 330, K 530, KK 32, KK 52, Z 30, ZZ 20 auf.

Mit positiven Erfahrungsberichten und Meinungen von Kunden können regelmäßig folgende PKV Anbieter mit einer Restkostenversicherung und Beihilfeergänzungstarif für Beamtenanwärter:

  • Debeka Beihilfeergänzungstarif
  • DBV Restkostenversicherung (Deutsche Beamtenversicherung)
  • Bayerische Beamtenkrankenkasse BBKK PKV Beamtentarif
  • MünchenerVerein Krankenversicherung für Beamtenanwärter